Goshin-Jitsu-No-Kata-Kurs in Romanshorn

Kurs vom 26. April 2003, Kursleiter Robert Schenk 5. Dan

Zum Kursbeginn am Samstagmorgen fanden sich nur gerade vier Teilnehmer im Dojo in Romanhorn ein. Dieser Umstand gab zur Vermutung Anlass, dass die Goshin-Jitsu-No-Kata im Moment nicht gerade einen hohen Beliebtheitsgrad unter den Jiukas aufweist und wahrscheinlich eher im Schatten der bekannteren Kime-No-Kata steht.
Der Lerneifer der Anwesenden wurde jedoch durch die geringe Anzahl Teilnehmer in keiner Weise geschmälert. Wir nutzten dafür die Vorteile wie genügend Platz auf der Matte und kamen in Genuss von vielen hilfreichen Korrekturen beim Üben.
Die uns allen bekannte Kime-No-Kata war es dann auch, die wir am Anfang zum Vergleich heranzogen.
Wie in der Kime-No-Kata wird auch in der Goshin-Jitsu-No-Kata mit Waffen gearbeitet. Es sind dies Messer, Stock (80-90 cm) und Pistole.
Zu Beginn beschäftigten wir uns eingehend mit dem zeremoniellen Teil. Richtiges Einlaufen, Grüssen und Ablegen der Waffen wurde geübt und zwischendurch Wichtiges auf dem von Robert vorbereiteten „Leitfaden durch die Kata“ notiert.
Weil unsere Gruppe so überschaubar war, fielen dem wachsamen Blick des  Kursleiters sogar unsere Zehen auf, die beim Gehen ganz unschicklich nach oben zeigten, statt parallel zur Matte zu liegen, wie es sich gehört.
Allzu lange konnten wir uns aber beim zeremoniellen Teil nicht aufhalten. Die Kata besteht aus insgesamt 21 Techniken, wir hatten für diesen Tag also noch einiges vor.
Im Gegensatz zur Kime-No-Kata werden aber keine Techniken auf Knien verlangt, was ich sehr von Vorteil fand.
Das Üben der abwechslungsreichen Techniken hat viel Spass gemacht, und mit der vielen Laufarbeit und den Platzwechseln zwischendurch war oft auch Denkarbeit und ein guter Orientierungssinn gefragt.
Das Mittagessen war denn auch wohlverdient, und nach einem vom Chef des Restaurants spendierten Dessert gingen wir den zweiten Teil des Tages mit neuem Elan an.
Wie meistens wurde gegen Schluss die Zeit doch noch knapp. Man möchte die eine Technik noch genauer anschauen, hat da noch Fragen oder Unklarheiten.
In einem Tag ist es ohnehin nicht möglich, die ganze Kata bis ins Detail anzuschauen und zu üben. Wir konnten einen Einblick nehmen und haben uns am Ende des Kurstages eine baldige Wiederholung des Kurses gewünscht zur Auffrischung und Vertiefung des Gelernten.
Ich möchte unserem Kursleiter Robert Schenk ein herzliches Dankeschön aussprechen für den interessanten und aufgestellten Kurstag.

Karin Ammann
2. Kyu