Internationaler Ju-Jitsu-Lehrgang
in Romanshorn 15./16.05. 2004Sonntagmorgen 16. Mai 2004 - ich betrete als "Späteinsteiger" (an den Trainings vom Samstag konnte ich leider nicht teilnehmen) kurz vor 9 Uhr die Turnhalle der Kantonsschule in Romanshorn.
Noch herrscht eine ruhige Stimmung vor. Am Rand der grosszügig verlegten Mattenfläche bereiten sich einige Jiukas aufs bevorstehende Training vor. Da sehe ich Dehnen und Strecken nach allen Seiten, da und dort verstecktes Gähnen. Die meisten scheinen noch zu müde für frühmorgendliche Gespräche. Was ist wohl der Grund für diese mangelnde Morgenenergie? Extrem strenges Training am Samstag oder ...ausgedehnter Ausgang mit Schlafmanko als direkte Auswirkung sind für mich spontan die zwei in Betracht kommenden Möglichkeiten.
Die Halle füllt sich langsam, und Punkt neun heisst es Aufstellung nehmen zum Angrüssen. Die Gruppen teilen sich anschliessend auf die ihnen zugewiesenen Mattenflächen auf, und bald ist auch die letzte Morgenmüdigkeit endgültig verflogen. Die einzelnen Lehrer verstehen es ausgezeichnet, die Schüler mit interessanten Techniken zu eifrigem Trainieren zu motivieren.
Allzu schnell ist der Morgen vorbei. Die Lehrer werden mit Dankesworten, Applaus und einem Präsent verabschiedet, als Ausklang für alle folgt anschliessend das gemeinsame Aufräumen der Halle. Geht doch schneller, wenn alle mit anpacken!
Dem Organisatorenteam vom Vorstand ein herzliches Dankeschön für die grosse Arbeit und Gratulation zum gelungenen Kurs.Karin Ammann
Durch anklicken des gewünschten Fotos erscheint es in voller Grösse.
Bereits zum vierten Mal in Folge fand der internnationale Ju-Jitsu Kurs mit über 90 Teilnehmern in der Sporthalle von Romanshorn statt. Abwechselnd startet dieser Lehrgang mit internationalen Trainern einmal in der Westschweiz ein Jahr darauf in der Ostschweiz.
Dieses Jahr mit dem Novum, dass erstmals Kinder, bzw. Jugendliche bis 15 Jahren teilnehmen konnten. Vom Budoclub Toggenburg haben 7 erwachsene und 3 jugendliche Teilnehmer den Weg bis nach Romanshorn gefunden.
Auf 6 verschiedenen Mattenflächen wurde den Gurtfarben entsprechend ein spannendes und abwechslungsreiches Training gezeigt. Emiel deStaerke aus Belgien wartete mit einem Freestyle Combat Training auf, welches sich ausschliesslich mit Bodentechniken befasste. Mit ideenreichen Bein- und Fusshebeln folgten Techniken die zur sofortigen Aufgabe des Gegners führte.
Peter Hurter aus Deutschland schulte unsere Techniken in Karate während Robert Schenk aus der Schweiz uns Verteidigungen aufzeigte, wenn z. Bsp. bereits eine Hand im Gips ist oder ein Arm in der Schlinge.
Eindrucksvoll waren die kurzen aber sehr intensiven Schläge von Bernhard Gernsdörfer aus Deutschland. Er betreibt Aikijitsu, eine Mischung von Aikido und Ju-Jitsu. Peter Allensbach aus der Schweiz trainierte uns in gewohnter Manier in Aikido. In eine etwas andere Richtung geht das Ju-Jitsu welches Marc Brémart aus der Westschweiz betreibt. Seine gesprungenen Kicks und kompromisslosen Verteidigungstechniken bestehen optisch und technisch. Marcel Kopf aus der Schweiz trainierte mit uns ein hartes und präzises Ju-Jitsu bei welchem auch das Erinnerungsvermögen strapaziert wurde. Mit mehreren eindrucksvoll und präzis vorgeführten Techniken, welche keinen Zweifel an der Wirksamkeit liessen, unterrichtete uns Christian Gonzalez aus der Schweiz.
Am Sonntagmorgen, nach dem nochmals viel Schweiss verbraucht wurde, fand das gemeinsame Mittagessen in der Jugendherberge statt, in welcher wir auch die Nacht verbrachten hatten, statt. Einen besonderen Dank gebührt auch Daniel Scherrer, welcher diesen Kurs organisiert hat und daneben auch als Lehrer auf der Matte zur Verfügung stand.David Neher