Ju-Jitsu-Spezialkurs: Messerabwehren
Kurs vom 23. August 2003, Kursleiter Robert Schenk 5. Dan, Kampfsportschule "Bushido" Romanshorn
Wir schreiben Samstag, den 23. August 2003. Ein wunderschöner und warmer Sommertag, der manch einem in guter Erinnerung bleiben wird. Im Dojo von Robert Schenk in Romanshorn trafen sich 12 begeisterte Jiu-Kas ab 3. Kyu zu einem Spezialkurs. Nachdem uns Robert offiziell begrüsst hatte, erhielten wir eine kleine Einführung in das Thema Messer. Im Verlauf vom Kurs wurde uns immer bewusster, dass man mit einem Messer nicht nur eine Salami halbieren kann.
Wir fahren fort und in kleinen Gruppen werden einzelne Messerabwehren in einem Workshop geübt. Nachdem Robert diese Gruppenarbeit begutachtet, gilt sein Augenmerk folgendem Leitsatz: Keine Spielereien beim Messertraining!
Mit viel Liebe zum Detail, was die Technik erst wirksam macht, versteht es Robert, uns die wichtigsten Punkte zu erläutern.Es werden zuerst klassische Messerabwehren aus dem Prüfungsreglement geübt. Dass alle toll und begeistert mitmachen, macht sich auch am Hunger bemerkbar, der in einem feinen italienischen Restaurant bekämpft wird.
Nach dem leckeren Mittagessen fahren wir mit ähnlichen Techniken vom Morgen weiter, bevor der 2. Teil des Kurses gekonnt instruiert wird. Der gilt dem Ernstfall, und somit sehen die Angriffe und deren Abwehren nicht mehr so schön aus. Jetzt gilt es, sich voll zu konzentrieren und eventuelle Schutzmassnahmen (Stuhl, Jacke, Gurt etc.) bewusst einzusetzen.
Den eigentlichen Höhepunkt bestimmt schliesslich der Einsatz von Filzstiften, welche anstelle eines Messers gesetzt werden. Damit unsere Jacken nicht allzu stark bemalt werden, ziehen wir uns T-Shirts an, die schon nach kurzer Zeit wie eine Indianerbemalung aussehen. Jetzt wird uns richtig bewusst, wie gefährlich ein Messerangriff eigentlich ist und dass Spielereien hier nichts zu suchen haben.
Fazit des Trainings: Schutzmassnahmen durch bewusstes Handeln ergreifen.
Zum Schluss beantwortet Robert noch unsere Fragen und erhält von den Kursteilnehmern als Dank einen Applaus. Bedanken möchte ich mich nochmals im Namen aller Teilnehmer für den interessanten und lehrreichen Kurs und dafür, dass wir in seinem schönen Dojo in Romanshorn lernen und trainieren durften.Christian Gonzalez
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