Praxisnahe Selbstverteidigung

 

Am letzten Wochenende führte die Sektion Ju-Jitsu des Budoclub Toggenburg zusammen mit dem Ju-Jitsu Club Rhytal aus Diepoldsau und dem Arashi Yama Club aus Wil einen Praxiskurs in Sachen Selbstverteidigung durch. Nach einer kurzen theoretischen Einführung über Gewalt und Angst, welche durch Beat Keller, 1. Dan Ju-Jitsu, gehalten wurde, teilten sich die 19 Teilnehmer in 3 Gruppen auf. Die erste Gruppe trainierte mit dem Black Man Anzug unter der Leitung von Beat Keller. Mit dieser Schutzpanzerung können Schläge mit voller Wucht eingesetzt werden ohne dass der Partner zu Schaden kommt. Die zweite Gruppe lernte ausserhalb des Trainingraumes, unter der Leitung von Christian Gonzalez, 4. Dan Ju-Jitsu, das richtige Verhalten bei einem Angriff. Es wurde viel Wert auf eine defensive Körperhaltung gelegt, bei welcher man aber im Notfall trotzdem eine Abwehrtechnik machen kann. Die Teilnehmer der dritten Gruppe mussten in kritischen Situationen einen kühlen Kopf bewahren. Stephan Wallimann und David Neher, beide 2. Dan Ju-Jitsu, haben sich verschiedenen Situationen ausgedacht, die im Städtli und am Bahnhof Lichtensteig durchgeführt wurden. Das Spektrum reichte von Bedrohung mit einer Spritze, über verbale Belästigung, bis Angriffe mit einem Messer. Nachdem alle 3 Gruppen die 3 Posten durchlaufen haben, wartete am späteren Abend ein besonderer Leckerbissen auf die Teilnehmer. Auf einem Abschnitt des Thurweges wurden sie mit plötzlichen Angriffen, verbalen Attacken aber auch mit harmlosen Situationen konfrontiert. Die 4 Instruktoren liessen sich verschiedene Handlungen einfallen um die Teilnehmer in schwierige Lagen zu versetzen. Die Dunkelheit und alleine auf sich gestellt verlangte einiges ab. Jetzt konnte man das gelernte vom Tag wirkungsvoll einsetzen. Viktor Kostezer, Untersuchungsrichter, führte souverän durch den letzten Teil an diesem Abend. Notwehr, Notrecht aber auch Strafverfolgung waren wichtige Bestandteile die er den Teilnehmern näher brachte. Nach dem gemütlichen ausklingen an der Hotelbar ging’s am Sonntag wieder zur Sache. Christian Gonzalez lehrte den Teilnehmern viele wichtige Punkte am Körper die man sowohl zur Heilung aber auch zum Zufügen von Schmerzen verwenden kann. Anhand eines Schädels und Skeletts erläuterte er die wichtigsten Gelenke, Nervenbahnen und Wirbel. Beat Keller zeigte Arten von Fesselungen welche mit verschiedenen Gegenständen durchgeführt werden können. So kann ein Übeltäter gekonnt arretiert und abgeführt werden. Etwas müde aber um viele Eindrücke und Erfahrungen reicher traten die Teilnehmer die Heimreise an.

 

Ein Teilnehmer


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