Trainer-Weiterbildungskurs
mit Alain Sailly, 7. Dan Goshindo

Alain Sally, in der Ju-Jitsu Szene eine weltweit anerkannte Persönlichkeit, konnte für den jährlichen Trainerfortbildungskurs des WJJF gewonnen werden. Seit Jahrzehnten auf der Matte, entwickelte er mit seinem damaligen Lehrer, Roland Maroteaux einen eigenen Stil, das Goshindo. Goshindo ist ein sehr dynamischer und bewegungsreicher Kampfsportstil innerhalb der grossen Familie des Ju-Jitsu.


Alain Sailly bei einer Messerabwehr

Am 8. Dezember 2001 trafen sich 12 Ju-Jitsu LehrerInnen im Dojo von Robert Schenk zum jährlichen Weiterbildungskurs. Voller Erwartung freuten wir uns auf das kommende Training. War es doch dem Vorstand des WJJF wieder einmal gelungen, einen Top-Fortbildungskurs zu organisieren.

Der Morgen bestand aus einzelnen Blöcken mit Abwehren gegen Faust und Würgeangriffe. Alain Sailly verstand es von Anfang an, uns in seinen Bann zu lenken. Mit viel Humor und grossem Fachwissen brachte er uns Techniken aus seinem Goshindo näher. Mit einer ausserordentlichen Präzision und Dynamik formte er die Techniken zu einer eigentlichen Kata zusammen.

Der Morgen verstrich viel zu schnell, sodass wir den kulinarischen Teil (das Mittagessen) nicht zu kurz kommen lassen durften. Obwohl Alains Muttersprache Französisch ist, tat dies der Konversation keinen Abbruch. Die Diskussionen am Mittagstisch führten wir in Deutsch, Französisch und Englisch. Mit einer grossen Pizza im Bauch begaben wir uns dann zum zweiten Teil des Kurses.

Auf Wunsch der Teilnehmer stand der Nachmittag im Zeichen von Messer- und Stockabwehren. Auch hier kam das enorme Fachwissen von Alain zu Tage. Er ist nicht nur ein Fachmann im Goshindo, sondern auch im Judo, Escrima und Sambo.

Mit vielen technischen Variationen versuchen wir Messer- und Stockangriffe abzuwehren und zu unserem Vorteil zu machen.

Immer wieder zeigte er uns die theoretischen Hintergründe der Techniken und brachte auch gleich die Verbindung zur Praxis.

Gegen Schluss des Kurses konnten wir alle Techniken zusammenfügen und eine einzige grosse Technik daraus machen. In diesem letzten Abschnitt waren alle Teilnehmer gefordert, da während des ganzen Tages intensiv trainiert wurde und wir alle langsam an die Grenzen der Aufnahmefähigkeit kamen.

Nochmals einen grossen Applaus an Alain, der es gut verstanden hat, uns mit einem  abwechslungsreichen, intensiven und technisch wie geistig anspruchsvollen Kurs zu beschenken. Der Dank richtet sich aber auch an den Vorstand des WJJF, der diesen Kurs organisiert hat und an Robert Schenk, welcher ’sein’ Dojo zu Verfügung gestellt hat.

David Neher