traditionelle Waffenkunst
Kobudō – Der Weg der alten Waffenkunst
Kobudō ist eine traditionelle okinawanische Waffenkunst, deren Ursprünge bis in das 11. Jahrhundert zurückreichen. Sie entstand auf Okinawa unter dem Einfluss verschiedener asiatischer Kulturen, insbesondere aus China sowie aus Regionen Südostasiens wie Indonesien und Malaysia. In früheren Zeiten wurde diese Kunst auch als Kobujutsu bezeichnet; heute hat sich jedoch der Begriff Kobudō etabliert, was „der Weg der alten Kampfkunst“ bedeutet.
Kobudō gehört zu den ältesten überlieferten Kampfkünsten. Die genaue Herkunft einzelner Waffen – wie Schwert, Speer oder Langstock – lässt sich nicht eindeutig bestimmen, da diese in den jeweiligen Ursprungsländern unterschiedliche Bezeichnungen und Formen aufwiesen. Über Generationen hinweg wurden diese Waffen und Techniken von verschiedenen Kulturen übernommen, verfeinert und weiterentwickelt.
Im Kobudō gab es ursprünglich keine festen Stilrichtungen. Die Bezeichnung der Kampfkunst erfolgte stets in Verbindung mit der jeweils verwendeten Waffe. So entstanden Namen wie Bō-Jutsu (Kunst des Langstocks), Sai-Jutsu (Kunst des Sai) oder Kobujutsu, die „alte Waffenkunst“.
Während der Zeit der japanischen Besatzung waren die Bewohner der Ryūkyū-Inseln hohen Steuerabgaben unterworfen, zudem war ihnen das Tragen von Waffen streng verboten. Diese Umstände führten zur Entstehung des Kobujutsu, dem Vorläufer des heutigen Kobudō. Da Alltagsgegenstände und landwirtschaftliche Werkzeuge nicht als Waffen galten, war deren Besitz erlaubt. Aus der Notwendigkeit heraus entwickelten sich effektive Verteidigungstechniken mit diesen Werkzeugen, die im Verborgenen weitergegeben wurden.
Im 19. Jahrhundert, während der sozialen und politischen Umstrukturierung Japans, verlor Kobudō zunehmend seinen ursprünglich martialischen Hintergrund. Die Bedeutung der Waffenkunst trat in den Hintergrund, und die Tradition geriet allmählich in Vergessenheit. Erst durch die Bewahrung und Weitergabe durch engagierte Meister konnte Kobudō bis in die heutige Zeit erhalten bleiben.
Es werden speziell auch die Selbstverteidigung und Kata-Formen mit der Waffen trainiert. Alle erlernten Waffentechniken werden unter sportlichen Aspekten betrachtet.
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