Die sieben Samurai aus der Schweiz auf grosser Mission zum 50-Jahr Jubiläum der WJJF/WJJKO 1976

Sieben Schweizer, eine Mission, einen Auftrag, jede Menge Ju-Jitsu und eine Reise, die in die Geschichte eingehen wird!

Wenn sieben Samurai aus der Schweiz ihre Koffer packen, um das 50-jährige Jubiläum der WJJF/WJJKO 1976 in Grado, Italien, zu feiern, dann ist eines sicher langweilig wird es bestimmt nicht!

Als Vorbote der guten Dinge wurde Fritz Melcher bereits eine Woche früher nach Italien entsandt. Schliesslich musste jemand vor Ort die Lage erkunden, die Restaurants testen und sicherstellen, dass die Schweizer Delegation standesgemäss empfangen wird. Eine Aufgabe, die Fritz mit Bravour gemeistert hat!

Am Donnerstag, 1. Oktober 2026, um 09.00 Uhr startete dann die grosse Schweizer Expedition. Mit dabei waren Markus Rubi, Rudi Kaufmann, Pascal Affrini, Georges Wirth, Matthias Frei und Francisco Boadella.

Die Reise versprach von Anfang an, lustig und aufregend zu werden. Zum Glück sass Markus Rubi am Steuer. Er ist bekanntlich die Ruhe in Person und das sollte sich schon bald als äusserst wertvolle Eigenschaft erweisen. Denn wenn sich während der Fahrt plötzlich eine Autotür öffnet, während sechs Samurai an Bord sitzen, könnte bei anderen Fahrern durchaus kurzzeitig der Puls steigen. Markus hingegen liess sich nicht aus der Ruhe bringen. Ob das nun seiner langjährigen Erfahrung, seiner inneren Gelassenheit oder einfach seinem Vertrauen in die Autotechnik zu verdanken war, bleibt ungeklärt. Jedenfalls kamen alle wohlbehalten in Grado an und das war schliesslich die Hauptsache!

Nach der Ankunft wurden die Zimmer bezogen. Fritz hatte inzwischen bereits ganze Arbeit geleistet und für den ersten Abend ein hervorragendes Restaurant ausgesucht. Schliesslich musste die Schweizer Delegation nicht nur sportlich, sondern auch kulinarisch auf höchstem Niveau vertreten sein. Die ersten italienischen Spezialitäten wurden getestet, die Stimmung war ausgezeichnet und die Vorfreude auf das Jubiläumswochenende gross.

Freitag: Politik, Titel und grosse Entscheidungen

Am Freitag stand der Tag zunächst zur freien Verfügung. Während jeder seinen eigenen Aktivitäten nachging, waren Fritz Melcher und Francisco Boadella um 17.00 Uhr wieder vor Ort, um an der Generalversammlung der WJJF/WJJKO 1976 teilzunehmen.

Dort wurden wichtige Entscheidungen für die Zukunft der Organisation getroffen. Zum neuen Präsidenten wurde Tamas Smaraglai aus Ungarn gewählt. Eine weitere besondere Auszeichnung erhielt Fritz Melcher, der zusammen mit Uli Hässner in den Shihan-Kai Europa gewählt wurde. Eine grosse Ehre, die zeigt, wie sehr seine langjährige Arbeit und sein Engagement geschätzt werden.

Auch Francisco Boadella durfte eine neue Aufgabe übernehmen. Er wurde zum Koordinator für internationale Beziehungen der WJJF/WJJKO 1976 ernannt. Damit ist die Schweiz künftig nicht nur auf der Matte, sondern auch auf internationaler Ebene bestens vertreten.

Man könnte also sagen. Während einige am Freitag noch die Speisekarte studierten, wurden andere bereits in die internationale Ju-Jitsu-Geschichte aufgenommen!

Samstag: Ein grosser Tag für die Schweiz

Der Haupttag des Jubiläums stand vor der Tür. Pünktlich um 08.00 Uhr wurden wir beim Hotel abgeholt und zum Seminar gebracht. Dort versammelten sich zahlreiche Ju-Jitsu Begeisterte aus verschiedenen Ländern, um gemeinsam das 50-jährige Bestehen der WJJF/WJJKO 1976 zu feiern.

 

Nach der Aufstellung folgten die traditionellen Angrüssen und damit war klar, jetzt wurde es ernst. Die Schweizer Delegation zeigte Präsenz und vertrat ihr Land mit Stolz. Doch der Tag hielt noch einige besondere Überraschungen bereit. Nach dem Seminar wurden Markus Rubi und Francisco Boadella nach vorne gebeten. Gemeinsam mit rund 20 weiteren Personen durften sie eine besondere Ehrung entgegennehmen.

Markus Rubi erhielt den Titel Shidoin der WJJF/WJJKO 1976. Eine verdiente Auszeichnung und ein grosser Moment für ihn und natürlich auch für die kleine Schweiz, die sich in Grado alles andere als klein präsentierte.

Dann wurde der Name Francisco Boadella aufgerufen. Er erhielt von Herrn Iwasa Sei, dem Repräsentanten der Ogasahara-Familie aus Japan, den 7. Dan der WJJF/WJJKO 1976. Ein aussergewöhnlicher Moment und eine grosse Ehre, die das langjährige Engagement für Ju-Jitsu sowie die internationale Zusammenarbeit würdigt. Für Francisco war diese Auszeichnung ein besonderer Höhepunkt des Jubiläums.

 

Damit hatte die Schweizer Delegation endgültig bewiesen, dass sie nicht nur mit guter Laune, Humor und italienischem Appetit nach Grado gereist war, sondern auch mit beeindruckenden Leistungen und grossem Engagement für die gemeinsame Sache. Die sieben Samurai waren gekommen, um zu feiern und kehrten mit neuen Titeln, besonderen Erinnerungen und einer ordentlichen Portion Stolz zurück!

Samstagabend: Die Samurai tauschen den Gi gegen das Gala-Outfit

Nach so viel Ju-Jitsu, Ehrungen und offiziellen Verpflichtungen war es Zeit für den gemütlichen Teil des Tages, das grosse Gala-Abendessen. Die Gäste wurden mit hervorragenden italienischen Spezialitäten verwöhnt. Dazu gab es Musik, Tanz und eine festliche Atmosphäre, die dem 50-jährigen Jubiläum mehr als gerecht wurde.

Ob auf der Matte oder auf der Tanzfläche die Schweizer Delegation zeigte, dass sie vielseitig einsetzbar ist. Schliesslich gehört zur Kampfkunst nicht nur die richtige Technik, sondern auch die Fähigkeit, einen gelungenen Abend zu geniessen.

Und wer weiss: Vielleicht wurden an diesem Abend sogar neue Techniken entwickelt. Nicht unbedingt für den nächsten Dan-Test, sondern für den perfekten italienischen Tanzschritt!

 

Sonntag: Heimreise mit sieben Samurai und vielen Geschichten

Am Sonntag hiess es schliesslich, Abschied von Grado zu nehmen und die Heimreise in die Schweiz anzutreten. Im Gepäck befanden sich nicht nur Koffer und Reiseutensilien, sondern auch zahlreiche schöne Erinnerungen, neue Freundschaften, besondere Ehrungen und viele Geschichten, die man zu Hause bestimmt noch mehr als einmal erzählen wird.

Und natürlich darf die Episode mit der Autotür nicht fehlen. Denn selbst nach einem internationalen Jubiläum mit hohen Dan-Graden, wichtigen Funktionen und feierlichen Ehrungen bleibt manchmal gerade die kleine Geschichte am Strassenrand in bester Erinnerung.

Fazit: Eine kleine Schweiz ganz gross

Das 50-Jahr-Jubiläum der WJJF/WJJKO 1976 in Grado war für die Schweizer Delegation ein unvergessliches Erlebnis. Es war ein Wochenende voller Freundschaft, Respekt, internationaler Verbundenheit und sportlicher Höhepunkte.

Mit Fritz Melcher im Shihan-Kai Europa, Markus Rubi als Shidoin, Francisco Boadella als Koordinator für internationale Beziehungen und dem 7. Dan kehrten die Schweizer Samurai mit besonderen Auszeichnungen nach Hause zurück.

Doch neben allen Titeln und Ehrungen war es vor allem der Zusammenhalt, der diese Reise so besonders machte. Sieben Samurai aus der Schweiz, ein ruhiger Fahrer, eine etwas eigenwillige Autotür, ausgezeichnetes italienisches Essen und jede Menge Ju-Jitsu Geschichte.

Grado wird uns in Erinnerung bleiben und Markus wird hoffentlich vor der nächsten Reise noch einmal sämtliche Türen kontrollieren!

Ein herzliches Dankeschön an alle, die dieses Jubiläum möglich gemacht haben. Auf die nächsten 50 Jahre WJJF/WJJKO 1976 und auf viele weitere gemeinsame Abenteuer!

Die sieben Samurai aus der Schweiz:

Gemeinsam unterwegs, gemeinsam auf der Matte und gemeinsam unschlagbar!

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